Monat: August 2018

21. Todestag von Prinzessin Diana

Liebe Leserinnen und Leser,

am heutigen Freitag, dem 31. August 2018, ist der

21. Todestag von Prinzessin Diana

Ich gestehe ganz offen und schäme nicht ein bißchen zu schreiben, dass mir Krokodilstränen über die Wangen gekullert sind, als die Nachricht von dem tragischen Unfall, bei welchem die Prinzessin von Wales, damals die am meisten fotografierte Frau der Welt, im Alter von nur sechsunddreißig (36) Jahren ums Leben gekommen ist, in allen Medien vehement propagiert wurde.

Obwohl ich mich sehr für Geschichte interessiere und ich sehr viel lese, ist mir keine weitere Persönlichkeit aus der Aristokratie bzw. dem Adel bekannt, die so sehr und ständig gescholten wurde und dennoch jeden Tag aufs Neue mutig, tapfer und mit einem strahlenden Lächeln nicht nur ihre repräsentativen Aufgaben, sondern auch die als liebende Mutter, wahrgenommen hat.

Sie war damit damit auch ein großes Vorbild für jeden Mensch, der sich mit dem Thema: Frieden auseinander setzt. In ihrer unnachahmlichen Art hat sie weltweit die Herzen der Menschen durch ihre natürliche, herzliche Art erobert und sich damit für den Frieden und die Menschenrechte verdient gemacht, was vollsten Respekt bedeutet. 

Die Lady Diana Spencer, war im britischen Adel „so hoch“ geboren, dass manche scherzhaft sagten, sie würde weit unterhalb ihres Standes heiraten, als sie im Jahr 1981 dem britischen Thronfolger Charles die Ehe versprach.

Bei der „Hochzeit des Jahrhunderts“ – mehr als 750 Millionen Zuschauer weltweit -, trug sie ein weißes Kleid mit Schleier. Das nette Mädchen aus sehr gutem Hause mit unscheinbaren Zeugnissen, dessen Intelligenz und Durchsetzungskraft nicht besonders hoch eingeschätzt wurde, da sie mit der einzigen Auszeichnung für aufopferungsvolle Pflege eines Nagetiers ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, wurde zunächst völlig unterschätzt. Doch da hatten sich die Kritiker gewaltig geirrt, denn Diana eroberte die Herzen der Menschen weltweit im Sturm.

Bei der Beerdigung, vor einundzwanzig Jahren säumten mehr als eine Million Menschen in Anteilnahme und viele auch in echter Verzweiflung die Straßen von London und 2,5 Milliarden Menschen hingen vor den Fernsehbildschirmen.

Als sie von dem Tod erfuhren, lernten die früher sprichwörtlich kühlen Briten, die sonst nach dem Motto: keep calm and carry on, das öffentliche Schluchzen, was weltweit für Verwunderung sorgte.

Vom Leben und schließlich dem Ableben der Prinzessin von Wales konnte sich damals ein ganzer Wirtschaftszweig locker ernähren, die sogenannte Yellow Press, die zu dieser Zeit noch ausschließlich auf Papier und gegen Geld Bericht erstattete. Was waren das noch für Zeiten, als das Internet noch nicht das populäre Medium war, wie heutzutage.

Der heutigen Jugend muss man wahrscheinlich schon erklären, wer Prinzessin Diana war, aber wer Herzensmensch ist und ihren Weg verfolgt hat, wird viel zu berichten haben und für denjenigen wird sie für immer als Prinzessin der Herzen im Gedächtnis und ganz sicher auch im Herzen bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich mir von Herzen gerne mehr solche Menschen und uns allen eine friedliche Zukunft.

Werner

 

Internationaler Tag der Verschwundenen 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 am heutigen Donnerstag, dem 30. August, ist:

Internationaler Tag der Verschwundenen 2018

Unter dem Begriff Verschwinden lassen wird die Festnahme, Haft, Entführung oder jede andere Form von Freiheitsentzug durch Bedienstete des Staates, durch eine Person oder durch Personengruppen verstanden, die mit der Erlaubnis, Unterstützung oder Duldung (billigende Inkaufnahme) des Staates handeln, gefolgt von der Weigerung, die Freiheitsberaubung zu bestätigen, oder von einer Verschleierung des Schicksals oder des Aufenthaltsortes der verschwundenen Person, wodurch sie dem Schutz des Gesetzes entzogen wird.

Quelle:

Internationales Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwinden lassen, Artikel 2.

Das Datum 30. August wurde vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) auch als der Internationale Tag der Vermissten festgesetzt. Es soll an das Schicksal unzähliger Menschen erinnern, die in Folge bewaffneter und politisch motivierter Gewalt weltweit verschwunden und nie wieder aufgetaucht sind. 

Manche werden wieder gefunden, aber oftmals bleiben sie für immer verschwunden. Dabei demonstriert nicht nur die gegenwärtige Flüchtlingssituation, sondern ganz besonders die Vergangenheit mit ihren vielen Kriegen immer wieder, wie schnell es gehen kann, dass Familien auseinander gerissen werden und sich dann anschließend suchen. Manchmal finden sie sich die Menschen wieder – siehe auch Fernsehsendungen – und manchmal nie. 

Bekannt geworden ist diese Art von Verbrechen durch die Militärdiktaturen der 1970er und 1980er Jahre und nun hat es den Anschein, als ob das Verschwindenlassen wieder massiv in der Praxis angewendet wird.

Im Jahr 2014 verschwanden während einer Demonstration im mexikanischen Staat Guerrero dreiundvierzig (43) Studenten spurlos.

Heute, fast vier Jahre später sind die Hintergründe noch immer nicht aufgeklärt und das ist für einen Staat in dem Demokratie herrscht doch schon recht besorgniserregend. 

Dieses gewaltsame Verschwindenlassen sorgt international für Empörung. 

Leider gibt es aber kein Patentrezept die Staaten dieser Welt „unter einen Hut“ zu bekommen, um eine entscheidende Änderung gegen dieses Vergehen zu erreichen, auch, wenn die Vereinten Nationen (UNO) in einer Ende 2010 erlassenen Konvention erste Schritte eingeleitet haben.

Was wir als Bürger über das Verschwinden lassen von Personen zur Kenntnis bekommen, hängt ganz stark davon ab, ob die Menschen tatsächlich in der Lage sind, dieses schwere Verbrechen zu erkennen und anzuklagen, denn es handelt sich dabei um ganz massive Menschenrechtsverletzungen! 

Ich denke, das nur gut definierte, klare Gesetze, wirklich unabhängige Justizorgane, rechtsstaatlich kontrollierte Sicherheitsorgane und eine tatsächliche Bereitschaft zur Anerkennung der Probleme die Mindestvoraussetzungen wären, um das Verschwinden lassen tatsächlich  wirkungsvoll zu bekämpfen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen friedlichen Tag mit glücklichen Momenten, welche hoffentlich nicht allzu schnell verschwinden 

Werner

Frauen-Gleichstellungstag 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, am 26. August, findet in den USA der

Frauen-Gleichstellungstag 2018

statt!

Man könnte jetzt denken, „was gehen uns die USA an!?“, aber meine persönlichen Gedankenansätze sind einmal, dass es ja spannend ist, wie Mister Präsident dieses Thema handhabt, zum anderen hat ja die Geschichte immer wieder gezeigt, dass Trends aus den USA ein paar Jahre später zu uns „herüberschwappen“ und das Thema Frauen-Gleichstellung ist ein Evergreen, den man eigentlich nicht oft genug aufgreifen kann, denn da besteht zweifelsohne Handlungsbedarf.

Und zwar weltweit!

Für mich als Friedensaktivist ist es sonnenklar, dass der Frieden im inneren eines jeden Menschen beginnt, nämlich dann, wenn er zufrieden ist, sich verstanden, angenommen und akzeptiert fühlt und dazu gehört nun mal ganz besonders die Gleichstellung!

Die Welt hat eine wesentliche Änderung in den Gedanken unserer Gesellschaft über die Gleichstellung der Frauen und Emanzipation erlebt. Viele von der jüngeren Generation haben das Gefühl, dass „all die Kämpfe für Frauen gewonnen“ wurden, während viele Feministinnen aus den 1970er Jahren nur all zu gut  um die Langlebigkeit und tief verwurzelt Komplexität des Patriarchats wissen. Mit mehr Frauen in den Vorstandsetagen und mehr Gleichheit in der Gesetzgebung würde wahre Gleichheit gewonnen werden.

Tatsache ist, dass Frauen immer noch nicht in gleicher Weise wie ihre männlichen Kollegen bezahlt werden und weiterhin sind Frauen immer noch nicht annähernd in gleicher Anzahl in der Wirtschaft oder in der Politik, zu finden, wie Männer.

Jedoch wurden insgesamt große Verbesserungen vorgenommen: 

wir haben weibliche Astronauten und sogar Ministerpräsidentinnen.

Der Weltfrauentag ist weltweit zu einem wichtigen Datum geworden, an dem auf die Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Doch die Umsetzung ist leider in vielen Ländern noch immer nicht Realität geworden.

Der Kampf um die Gleichberechtigung der Frauen muss weiter gehen! 

Durch Veranstaltungen und Demonstrationen wird jedes Jahr rund um den 8. März der Fokus explizit auf die Frauenrechte gelenkt, was meines Erachtens nach jedoch ein Dauerthema sein müsste.

Seit 1910 wird der Internationale Frauentag begangen,
um auf die Situation von Frauen weltweit aufmerksam
zu machen, das bislang Erreichte zu feiern und
auf die Themen hinzuweisen, zu denen die Gleichstellung
leider noch erkämpft werden muss, zum Beispiel:

für bessere Arbeitsbedingungen,
gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
und die Gleichstellung der Frau!

ext. Bild

Das Motto lautete im letzten Jahr:

“Women in the Changing World of Work: Planet 50-50 by 2030”

„Frauen in einer sich wandelnden Arbeitswelt: die Hälfte der Welt bis 2030“.

Dieser Tag beschäftigte sich im Kern mit dem Verhältnis unbezahlter Familienarbeit, welche im Wesentlichen von Frauen geleistet wird, zu dem bezahlter Berufstätigkeit, die den Frauen logischerweise in stärkerem Maße ermöglicht werden muss!

 Deutschland – und das empfinde ich als sehr positiv und erwähnenswert – gehört zum kleinen Kreis derjenigen Länder, in denen der Internationale Frauentag von 1911 an gefeiert wurde.

Eine wichtige Rolle spielten dabei die Sozialdemokratinnen:
Clara Zetkin und Käte Duncker, die maßgeblich mitgewirkt hatten, den
Weltfrauentag offiziell ins Leben zu rufen.

Ich persönlich finde dieses Zitat so passend:

ext. Bild

„Frauen von heute
warten nicht auf das Wunderbare.
Sie inszenieren ihre Wunder selbst.“
Katherine Hepburn

ext. Bild

Ich drücke Euch von Herzen gerne voll doll die Daumen,  liebe Damen, auf das man Euch zeitnah und nachhaltig in einem angemessenen Rahmen die Aufmerksamkeit zukommen lässt, welche Ihr schon immer mehr als verdient habt.

Meinen vollsten Respekt jedenfalls habt Ihr ohne Wenn und Aber.

Werner

Versöhne-Dich-und-küsse-denjenigen-Tag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

von den vielen, vielen kuriosen Feiertagen, die der Kleine Kalender so her gibt, ist heute einer, welcher mir als als Friedensaktivist sehr zusagt, der 

Versöhne-Dich-und-küsse-denjenigen-Tag 2018

wobei ich ganz klar schreiben muss, dass mir der erste Teil schon völlig ausreichen würde und die Sache mit dem Küssen sich virtuell zwar bildlich darstellen lässt, aber ein paar Worte, aus denen man die Absicht zur Versöhnung auch zwischen den Zeilen lesen kann, sind wertvoll genug!

Ich, persönlich, bräuchte diesen Tag nicht, denn ich praktiziere das fortlaufend. In diesem Jahr ist es mir gelungen mich mit mehr als dreißig Usern wieder zu versöhnen. Es waren teilweise User, die ich bewusst temporär blockiert bzw. ignoriert habe, aber auch andere Ursachen.

Im Kern waren es aber immer Missverständnisse, denn Worte, gerade im Internet können großes Unheil anrichten, wobei ich jedem Mensch zugestehe mit dem „falschen“ Fuß aufzustehen, mal einen schlechten Tag zu haben oder was auch immer. Beim Schreiben kann man die Tagesform oder deren vielleicht „kaschierte“ persönliche Probleme oft nicht erkennen!

Manchmal  fühle ich mich von Worten derart verletzt, dass ich fassungslos bin und mich eine Weile sammeln und beobachten muss, aber wenn mir jemand gar zu dumm kommt, wie die Hetzer, Mobber und Neider mit ihren abartigen Sprüchen und noch menschenunwürdigeren Karikaturen, dann sehe ich absolut NULL Veranlassung mich dem schutzlos preiszugeben, erst recht nicht in der virtuellen Welt, die für mich zum Austausch mit freundlichen, gleichgesinnten Menschen dient.

Der heutige Tag dient also explizit dazu sich zu versöhnen, Streitigkeiten, egal welcher Art aus dem Weg zu räumen und sich zumindest der Freundschaft wieder entscheidend anzunähern.

Ich empfinde das als eine insgesamt „runde“ Sache, denn was kann schöner sein, als freundschaftlich und friedlich miteinander umzugehen?

Wer Probleme löst, hat ein ruhigeres Leben, fühlt sich besser und kann entspannt in die Zukunft blicken, daher meine Empfehlung heute diesen Tag wirklich zum Anlass zu nehmen, um Frieden einkehren zu lassen. Zudem ist es wesentlich gesünder friedlich miteinander umzugehen, anstatt an – vielleicht banalen oder sogar „dummen“ Streitigkeiten festzuhalten!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne ein friedliches, schönes Wochenende mit vielen glücklichen Momenten und aushaltbaren Temperaturen

Werner

Internationaler Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag, dem 23. August, ist:

Internationaler Tag 

zur Erinnerung an den Sklavenhandel 2018

Angesichts des heutigen Gedenktages erinnern die Vereinten Nationen (UNO) an das Schicksal von Menschen, die aus ihrer Heimat entführt oder verschleppt und als Sklaven verkauft wurden.

Am 23. August 1791, also vor genau 227 Jahren brach in der französischen Kolonie Saint Domingo in der Karibik, der heutigen Dominikanischen Republik und Haiti, der erfolgreichste Sklavenaufstand aus, der entscheidend dazu beigetragen hat, dass der Sklavenhandel dann später abgeschafft wurde. 

Als Sklaven bezeichnet man eine Art Herrschaftsverhältnis, bei welchem unfreie Menschen ohne eigene Rechte.

Sklavenhandel bedeutet, dass Menschen wie Gegenstände angesehen werden und als solche gekauft und verkauft werden. 

Der Sklave „gehört“ einem anderen Menschen wie eine Ware.

Für weltweit jeden Mensch sollte es selbstverständlich sein, dass jeder Mensch seine eigene Würde hat, die unantastbar ist und Rechte, ganz speziell Menschenrechte besitzt, die ihm kein anderer Mensch nehmen kann, was aber leider nicht immer so war. 

Sklaverei gab es bereits im Altertum bei den Griechen und Römern und seit dem 16. Jahrhundert wurde der Sklavenhandel in ganz großem Stil betrieben.

Im sogenannten Dreieckshandel fuhren Schiffe mit Waren an die Küste Westafrikas, um sie dort gegen Menschen einzutauschen. Millionen von Männer, Frauen und Kinder wurden in Afrika gekauft oder entführt und vor allem an amerikanische Plantagenbesitzer verkauft, Familien wurden willkürlich auseinandergerissen. Von Amerika aus fuhren dann die Schiffe zurück nach Europa, beladen mit Produkten wie Zucker, Kaffee oder Baumwolle, die durch Sklavenarbeit geerntet oder hergestellt worden waren. 

Die verschleppten Menschen galten nun als Eigentum der europäischen Sklavenhändler. Während der wochenlangen Überfahrt nach Nord- und Südamerika wurden sie meist unter Deck in Ketten gelegt und viele starben an Krankheiten oder nahmen sich das Leben.

Nach Schätzungen der UNESCO wurden allein in diesem sogenannten Transatlantischen Sklavenhandel vermutlich rund 17 Millionen Menschen aus Afrika versklavt.

Andere Zahlen gehen von 12 Millionen Menschen aus. Die meisten wurden nach Brasilien gebracht. Die Sklaven mussten auf den Baumwollfeldern oft unter schrecklichen Bedingungen und ohne Bezahlung schuften, wie in dem mehrteiligen Film „Fackeln im Sturm„, der den Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten wegen der Sklaverei u.a. zum Inhalt hat, eindrucksvoll verfilmt. Wenn der Sklavenhalter mit seinen Sklaven nicht zufrieden war, konnte er sie „ganz einfach“ weiterverkaufen oder auch umbringen. 

Erst im 19. Jahrhundert wurde die Sklaverei in den USA und auch in den meisten anderen Ländern abgeschafft. Die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UNO) hat im Jahr 1948 die Sklaverei ausdrücklich verboten.

Und trotzdem, auch daran soll der heutige Tag erinnern und uns das noch einmal vor Augen führen, gibt es auch heute immer noch Menschen, die ähnlich wie früher die Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen leben und arbeiten müssen. 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte geht davon aus, dass moderne Formen der Sklaverei zwar nicht mehr zwingend darauf basieren, dass Menschen als Eigentum anderer gelten, jedoch die faktischen Lebensumstände der davon betroffenen Menschen unterscheiden sich jedoch kaum von denen alter, klassischer Formen der Sklaverei.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf schätzt, dass weltweit (Stand 2012) knapp 21 Millionen Menschen Zwangsarbeit verrichten, wobei die häufigste Ursache, die Menschen in ein solches Arbeitsverhältnis geraten lässt, Armut ist. Besonders gefährdet sind Migrantinnen und Migranten ohne gültige Papiere sowie Analphabeten und Analphabetinnen. Die ILO rät jedoch zur Vorsicht, mit dem Begriff „moderne Sklaverei“ leichtfertig umzugehen, da er auf viele Umstände  rein rechtlich leider nicht zutrifft.

Wie man auch immer diesen absolut unhaltbaren Zustand bezeichnen möchte – für mich persönlich klingt es nach „moderner Sklaverei“ –

so wünsche ich mir von Herzen gerne, dass dem recht bald und vor allem nachhaltig ein Ende gesetzt wird.

Werner

Welttag der humanitären Hilfe 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, am Sonntag, dem 19. August, ist der:

Welttag der humanitären Hilfe 2018

Während der 63. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) im Jahr 2008 wurde dieser Tag begründet.

Heute soll sowohl der humanitären Helfer, die während ihrer Einsätze umgekommenen sind,  gedacht, als auch deren Arbeit anerkannt und auf aktuell bestehende humanitäre Notlagen in der Welt gezielt hingewiesen werden.

Das Ziel ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit für die humanitäre Hilfe als solches und deren ausführende Organe, sprich humanitäre Organisationen, zu stärken.

Der Einberufung dieses Tages war ein Ereignis im Jahr 2003 im Irak vorausgegangen:

Am 19. August 2003 starben der damalige Hochkommissar für Menschenrechte und Sondergesandte für Bagdad, Sergio Vieira de Mello und 21 seiner Kollegen während einer Bombenattacke auf das UN-Hauptquartier.

In der Folge setzte sich die Familie de Mellos dafür ein, diesen Tag als Würdigung und im Andenken an die humanitäre Arbeit verstorbener und aktiver Helfer zu begehen. Darüber hinaus kürt die Sergio Vieira de Mello Stiftung seit dem Jahr 2010 Individuen oder Institutionen, die sich im besonderen Maße für eine friedliche Konfliktbeilegung einsetzen, mit einem Preis. 

Das sich humanitäre Helfer erheblichen Gefahren aussetzen, belegt die Zahl der Fälle von Gewaltanwendungen gegen humanitäre Helfer, die von 42 im Jahr 2000 auf 165 im Jahr 2008 angestiegen ist. Die genannten Zahlen schließen Tötung, Geiselnahme und bewaffnete Angriffe auf humanitäre Helfer ein.

Trotz des Rückganges der Vorfälle auf 129 im Jahr 2010 ist es beileibe nicht sicher, ob sich diese Entwicklung angesichts der ständig steigenden humanitären Herausforderungen durch innerstaatliche Konflikte oder etwa Themen, wie dem dem Klimawandel, siehe jüngste Ereignisse (USA!), fortsetzt. In diesem Zusammenhang scheint es humanitären Helfern nur bedingt zu nützen, dass ihre Arbeit auf den Grundsätzen der Menschlichkeit, der Menschenrechte, der Objektivität, der Neutralität und der Unabhängigkeit beruht. 

Von 2016 bis heute wurden 400 Übergriffe auf humanitäre Helfer registriert, dabei verloren mehr als 160 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen ihr Leben.

Die gefährlichsten Länder waren Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, der Südsudan, Syrien und Somalia.

Allein am 29. September 2016 starben bei einem Angriff auf einen UN-Konvoi 14 humanitäre Helfer und 15 weitere wurden verletzt.

Anlässlich des diesjährigen Welttags der humanitären Hilfe schließe ich mich dem Aufruf der UNICEF an, die weltweit die Konfliktparteien dazu aufruft, endlich ganz strikt zwischen Zivilbevölkerung und Kämpfern zu unterscheiden und den Zugang zu den Hilfebedürftigen sicher zu stellen.

Derzeit brauchen in den Kriegs- und Krisengebieten unserer Erde mindestens 48 Millionen Kinder lebensrettende Hilfe.

Ich möchte an alle Nationen appellieren die ständig wachsende Missachtung der Menschenrechte und des Völkerrechtes zu unterlassen!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen friedlichen Sonntag mit aushaltbaren Temperaturen

Werner

Kofi Annan ist verstorben

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Alter von 80 Jahren ist er nach Angaben seiner Stiftung nach kurzer Krankheit friedlich eingeschlafen.

Mit Kofi Annan geht nicht nur ein besonderer Mensch, sondern ein Ex-UN-Generalsekretär, ein Friedensnobelpreisträger und ein unermüdlicher Kämpfer für den Weltfrieden! 

Kofi Annan wurde am 8. April 1938, also im Sternzeichen: Widder, im späteren Ghana geboren worden. Er verbrachte fast sein gesamtes Berufsleben bei den Vereinten Nationen (UN).

Im Jahr 1997 wurde er auf Vorschlag der USA, die sich einer Wiederwahl des Ägypters Butros-Ghali widersetzten, als erster Mann aus Subsahara-Afrika UN-Generalsekretär.

Im Jahr 2002, also fünf Jahre später, hatte er sich international einen solch guten Ruf erworben, dass seine Wiederwahl völlig unumstritten war.

Er galt als außerordentlich beliebter UN-Generalsekretär, denn er scheute keinerlei Konflikte!

Er überwarf sich unter anderem mit den USA, die er für die Invasion in den Irak im Jahr 2003 massiv kritisierte.

2001 erhielt er gemeinsam mit den UN den Friedensnobelpreis.

Er habe der Organisation auf unübertroffene Weise neues Leben eingehaucht, erklärte das Nobelkomitee.

Kofi Annan hat meinen vollsten Respekt, denn er arbeitete mehr als vierzig (40) Jahre im Dienst der Vereinten Nationen, unter anderem als Leiter der UN-Friedensmissionen und ist damit mein drittes großes Vorbild im Zusammenhang mit meinen eigenen Bemühungen für den Frieden in der Welt.

Nach seiner Pensionierung lebte Annan in seiner Wahlheimat Genf.

2008 vermittelte er  in Kenia, wo politisch aufgeheizte Milizen ein Blutbad angerichtet hatten.

Über seine Stiftung mischte sich Kofi Annan sich bis zuletzt ein.

Er leitete eine Kommission, die das Vorgehen des Militärs in Myanmar gegen muslimische Rohingya untersuchte. Immer und immer wieder kommentierte er aktuelle Streitfälle und rief die Menschen eindringlich zu globalem Zusammenhalt auf.

„Wir haben die Mittel und das Vermögen, unsere Probleme zu lösen, wir brauchen nur den politischen Willen“,

erklärte Kofi Annan am 7. August in seinem letzten Tweet.

Ich bin froh, dass er das Glück hatte, seine Familie die letzten Tagen an seiner Seite haben zu können, wünsche den Angehörigen ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit und spreche respektvoll meine Anteilnahme aus.

Möge er in Frieden ruhen.

Werner