Monat: September 2018

Europäischer Tag der Sprachen 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 26. September, ist:

Europäischer Tag der Sprachen 2018

Ausgehend von einer Initiative des Europarats in Straßburg wird seit dem Jahr 2001 jedes Jahr am 26. September der Europäische Tag der Sprachen gefeiert.
Dabei werden europaweit rund 800 Millionen Bürger, die von den 47 Mitgliedstaaten im Europarat vertreten werden, ermutigt, egal in welchem Alter in der (Volkshoch)Schule oder wo auch immer sich die Möglichkeit bietet, weitere Sprachen zu lernen.
Der heutige Tag würdigt die sprachliche Vielfalt eines Kontinents mit mehr als 200 europäischen Sprachen, 24 Amtssprachen, über 60 Regional- bzw. Minderheitensprachen und vielen weiteren Sprachen, die von Menschen aus der ganzen Welt gesprochen werden.

Der Europarat fördert Mehrsprachigkeit in ganz Europa in der festen Überzeugung, dass sprachliche Vielfalt zu einem besseren Verständnis zwischen den Kulturen beitragen kann und zu den zentralen Bestandteilen kulturellen Erbes unseres Kontinents zählt.
Als Ziele des Tages gelten:
weltweit die Menschen für die große Vielzahl an Sprachen in Europa zu sensibilisieren,
die kulturelle und sprachliche Vielfalt zu fördern,
Menschen aller Altersgruppen zum Sprachen lernen zu ermuntern, da Sprachkenntnisse sowohl bei der Suche nach einem Arbeitsplatz helfen und auch für das Wachstum von Unternehmen von Vorteil sind.

Nie zuvor gab es so viele Möglichkeiten, in einem anderen europäischen Land zu arbeiten oder zu studieren, jedoch halten in vielen Fällen mangelnde Sprachkenntnisse viele Menschen davon ab, diese Chance nutzen zu können.

Aufgrund der Globalisierung sind Fremdsprachenkenntnisse heute von zentraler Bedeutung und Englisch allein reicht nicht mehr aus. Meiner ganz persönlichen Meinung nach, verdienen es auch weniger verbreitete Sprachen, gelernt zu werden und damit hoffentlich für die Nachwelt erhalten zu bleiben.

Der heutige Tag bietet allen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen:

Ladet doch ganz einfach mal Eure Nachbarn, die eine andere Sprache sprechen, zum gemeinsamen Kochen ein und Ihr werdet erstaunt sein, was sich daraus entwickeln kann.  

Veranstaltet doch mal so etwas wie Sprachschnupperkurse an Eurem Arbeitsplatz, um die Vielfalt der Sprachkenntnisse mit den Kollegen zu teilen.

Mehrsprachig wird man ganz sicher nicht an einem Tag, aber man erweitert sein Wissen und sammelt in der Regel wundervolle Erfahrungen, die man dann irgendwann gar nicht mehr missen möchte und man leistet dadurch einen kleinen, aber ganz wesentlichen Beitrag

zur Erhaltung des Friedens!

In der Altenpflegeschule war ich positiv überrascht, dass auch Englisch auf dem Lehrplan stand, denn es ist nun mal eine der führenden Weltsprachen, obwohl ich mir eher aufgrund der vielen Aussiedler russisch gewünscht hätte.

In diesem Sinne wünsche ich Euch von Herzen gerne einen Tag voller Sprachgewandtheit und freudiger Überraschungen

Werner

 

 

Internationaler Tag des Friedens 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Freitag, dem 21. September ist: 

Internationaler Tag des Friedens 2018

Ein Tag, der nicht nur für das stille Gedenken an Frieden gedacht ist, sondern ein Tag, an dem kriegführende Nationen aufgerufen sind, Waffenruhe zu halten.

Gerade in diesen Tagen nach den für mich unglaublichen Ereignissen in Chemnitz, wo es schon überall in der Welt kriselt, stehen nun auch noch die Zeichen in unserem Land immer und immer mehr auf Sturm und Unruhe.

Da kann man sich wirklich schon mal fragen:

WO soll das noch hinführen?

Und haben die Menschen überhaupt etwas aus der deutschen Geschichte gelernt?

Der heutige Tag hat seinen Ursprung darin, dass die Jahresversammlungen der UN-Generalversammlung traditionell immer am dritten Dienstag im September beginnen. 

Am 21. September 1981 verkündete die Generalversammlung, dass dieser Tag ganz offiziell benannt und gefeiert werden als Weltfriedenstag (International Day of Peace) soll.

Das jährlich wiederkehrende Ziel ist die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen nicht nur zu beobachten, sondern auch nachhaltig zu stärken. 

Gemäß der UN-Resolution 36/67 soll heute ein Tag des Waffenstillstands und der Gewaltlosigkeit sein.

Nach einer weiteren Resolution findet der Weltfriedenstag seit 2002 jährlich am gleichen Tag, dem 21. September statt. Traurig ist in meinen Augen allerdings, dass dieser Tag bis heute nur bei wenigen Beachtung findet! 

2018 gibt es ein Fülle von bedeutenden historische Anlässen dem Frieden zu gedenken:

das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, sowie den Ausbruch und das Ende des 30-jährigen Krieges von 1618-1648. 

Ein sehr prägendes Kulturelement im gesamten europäischen Raum sind Glocken. In Kirchen, Rathäusern, auf Friedhöfen und an vielen Gedenkorten sind sie ein hör- und sichtbares Zeichen des europäischen Wertefundaments.

Persönlich finde ich es eine sehr schön Geste, dass die Veranstalten des Kulturerbejahres auf die Idee gekommen sind, alle Glockeneigentümer Europas unter dem Motto

„FRIEDE SEI IHR ERST GELÄUTE“

am heutigen Tag von 18:00-18:15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu einem Europaweiten Glockenläuten eingeladen haben und viele diesem Aufruf folgen werden. Es wird das erste Mal sein, dass Europa gemeinsam in einer Aktion für den Frieden einsteht und ich hege die Hoffnung, dass es nicht nur eine „Aktion“ bleibt, sondern ein starkes, nachhaltiges Signal in einer Zeit von Unruhen an nahezu allen Ecken und Kanten … leider auch in unserem Land!

Über mich wird so viel gelacht und hergezogen, da will ich fix noch einen Satz los werden, um das ganze zu beflügeln:

Seit mehreren Jahren schließe ich explizit die Bundesrepublik Deutschland in mein Abendgebet mit ein, denn wir steuern ganz gezielt auf etwas zu, was bereits zwei Mal gab.

Denkt bitte einfach mal darüber nach … danke.

Ich wünsche uns allen wirklich von Herzen gerne einen guten Start in ein schönes, friedliches Spätsommer-Wochenende

Werner Heus

Gedanken zum 11. September 2001

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei dem Gedanken an 11. September 2001 kommen mir automatisch wieder die erschreckenden Bilder vor meinem geistigen Auge und mir laufen kalten Schauer über den Rücken!

Am 11. September 2001 erschütterten die Terroranschläge von New York und Washington die USA und die ganze Welt. Auch heute, 17 Jahre später wird die Metropole wieder der 2996 Menschen gedenken, die bei dieser unfassbaren Terrorattacke ums Leben kamen. 

Bei dem schwersten Anschlag in der Geschichte des Terrorismus mit vier gekaperten Passagierflugzeugen waren in den USA 2996 Menschen getötet worden. Islamisten hatten zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, eins in das Pentagon in Washington gesteuert und eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab.

In New York starben mehr als 2700 Menschen, rund 1100 Todesopfer und damit etwa 40 Prozent der am World Trade Center Getöteten wurden bis heute nicht identifiziert. Die Behörden vor Ort bekräftigten das Versprechen der Gerichtsmedizin von 2001 an die Hinterbliebenen, dass sämtliche Opfer identifiziert würden. Der Prozess läuft sehr, sehr schleppend.

Ich habe heute noch keine Worte dafür und was das Schlimmste überhaupt ist, seit diesem Zeitpunkt haben weltweit die Terroranschläge zugenommen, als ob bestimmte Menschen nichts, aber auch gar nichts daraus gelernt hätten. Für mich sieht es so aus, als ob terroristische Vereinigungen auf der „Jagd“ sind, um einen neuen „Rekord“ was die Anzahl getöteter Menschen betrifft, aufzustellen.

Gespannt bin ich, was Donald Trump am heutigen Tag machen bzw. von sich geben wird. Im letzten Jahr gab es ja eine Schweigeminute im Weißen Haus und die Aussage von US-Außenminister Rex Tillerson: 

Auch wenn unser Land an diesem Tag verwundet worden ist, erinnern wir die Welt heute daran, dass der Terrorismus nie die Vereinigten Staaten besiegen wird“

Mich beeindrucken derlei Sätze nicht, denn aktuell sehen wir doch in unserem Land, welche Aussagekraft ein Satz, wie: „Wir schaffen das!“ tatsächlich hat und welche Konsequenzen für Millionen Menschen daraus erwachsen sind.

Vor wenigen Tagen kam aus den USA die Meldung, das nun fast 17 Jahre nach den Terroranschlägen in New York ein weiteres Todesopfer identifiziert worden ist. 17 Jahre danach!  Scott Michael Johnson wurde als 1642. Todesopfer ermittelt, wie eine Gerichtsmedizinerin mitteilte.

Die große Frage, die sich mir immer und immer wieder stellt, ist:

wann werden die Menschen weltweit wach und wann hört der Wahnsinn in Form von Krieg und Terrorismus endlich auf?

Wir wollen heute eine Minute innehalten und der Opfer des 11. September 2001 gedenken, o.k.?

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne eine friedliche Zukunft

Werner

 

Irgendwann liefert das Leben Antworten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nun ist der da, der September, die Blätter werden anfangen zu fallen und es erfolgt langsam der Übergang in die düstere Jahreszeit. Für mich war der September des letzten Jahres der düsterste in meinem ganzen bisherigen Leben, denn an einem Punkt, wo ich mich wähnte endlich im Leben angekommen zu sein, erlebte ich den mit Abstand größten Schlag ins Gesicht, den man als Mensch überhaupt bekommen kann.

Insgesamt ist der Ausblick auf den September reichlich düster, denn da wären…

11. September (2001) New York, der 14.September, wo sich das o.a. Ereignis jährt, ja und dann haben die beiden größten Blender, Hetzer und Mobber im Netz Geburtstag.

Als ob unsere Welt nicht schon genug Kopf steht, nein es tun sich immer mehr Fragen auf, die im Moment unbeantwortet bleiben, aber dennoch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass …

eines „schönen“ Tages letztendlich das Leben mit seinen guten Facetten, wie Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit die Antworten auf Fragen, die schon so ewig in einem gebrannt haben, liefern wird, egal ob es gut oder mit Schmerz verbunden ist. 

Jeder von uns hat Fragen, die einen manchmal fast bis an den Rand der Verzweiflung bringen, den Glauben an die Welt verlieren lassen und oft sind nächtelang Tränen geflossen.

Aber an diesem besonderen Tag der Erkenntnis, vielleicht auch der Selbsterkenntnis wird man vielleicht auch verstehen, warum einen das Leben so lange auf die Antworten hat warten lassen, denn es waren wahrscheinlich einige Lektionen dazu notwendig.

Die Erkenntnis bringt so etwas, wie eine „alte Liebe“ wieder zurück in unser Leben, damit man endlich seine Antworten bekommt. Das geschieht jedoch erst, wenn ausreichend Zeit vergangen ist, so dass die Gespräche nicht mehr so bitter sind, nicht mehr so heftig und frei von gegenseitigen Schuldzuweisungen sind. Diese Gespräche werden friedlich verlaufen, sie werden ruhig verlaufen und sie werden uns mit etwas Glück nicht nur die entscheidenden Antworten liefern, sondern noch viele andere Erkenttnisse mehr.

Im besten Fall werden sie uns Frieden schließen lassen können mit dem was zwischen uns und anderen gewesen ist.

Die Selbsterkenntnis wird uns eventuell auch die Liebe geben, nach der wir uns so lange gesehnt haben, aber erst müssen wir wohl Liebeskummer und Herzschmerz erfahren und lernen müssen sie zu ertragen die falsche Person zu lieben und daran zerbrechen müssen.

Denn nur so lernen wir letztendlich, wie man auf das Herz eines geliebten Menschen aufpassen muss und man lernt das Liebe nicht selbstverständlich ist und niemals von Dauer, wenn man nicht ständig an sich und an der Liebe „arbeitet“, bereit ist aufeinander zuzugehen und bereit ist Kompromisse nicht „nur“ zu schließen, sondern diese auch wirklich einzuhalten!

Die Erkenntnis wird uns zeigen, dass wir trotz aller Widrigkeiten tief in unseren Herzen immer an die Liebe geglaubt haben, weil es in der Natur der „Dinge“ liegt, auch in der schweren, schweren Zeit als niemand uns wirklich fühl- und meßbar von Herzen gerne geliebt hat.

Weiterhin wird uns diese Erkenntnis zeigen, dass wir trotz allem in der Lage sind, mit unserem ganzen Herzen zu lieben, auch wenn uns vielleicht noch nie jemand aus vollem Herzen geliebt hat. Das Schicksal testet unser Herz das ganze Leben lang, um ihm dann irgendwann zu geben, was es sich in all der Zeit davor redlich verdient hat

Das Schicksal unterscheidet nicht zwischen Hautfarbe, Religion oder ethnischer Gesinnung. Es begünstigt weder einen Mensch, um eine anderen zu benachteiligen, aber das Leben als solches interessiert sich für unser Herz, unsere Seele und unsere guten Absichten, wie zum Beispiel das Wahren des Anstandes, der guten Sitten, der Grund- und Menschenrechte.

Es Interessiert sich dafür, was ein Mensch mit seinen Wünschen tatsächlich anfangen will, wenn sie dann mal in Erfüllung gehen sollten.

Das Leben erfüllt uns erst „kleine“ Wünsche um zu sehen, für wie selbstverständlich wir diese ansehen und wie dankbar wir für diese „Kleinigkeiten“ wirklich sind.

Das Leben interessiert sich brennend dafür, was man „zurückzugeben“ bereit ist oder ob man doch nur undankbar die Hand aufhält und „nehmen“ aber kaum etwas oder gar nichts geben will.

Das Leben sieht, ob man bescheiden ist und bleibt, selbst, wenn man zu den Gewinnern gehört und ob man weitermacht, wenn am mal auf der Verliererstraße landet!

Das Leben verlangt nicht unbedingt von uns, dass man sein Handeln versteht, aber es will zwingend, dass wir weitermachen. Und zwar weiter machen trotz all der Wirrungen, der Zweifel, dem Verlust, den Schmerzen, den harten Zeiten, ob man weiter macht nach trotz Frust, Leid und Chaos.

Das Leben verlangt regelrecht von uns, dass wir weiter marschieren, fortlaufend dazu lernen, weiter an dem wachsen, was uns zu zerbrechen versucht, weiter kämpfen und es will, dass wir unser bestes geben, um uns letztendlich am Ende zu geben was wir uns mühsam und redlich „erarbeitet“ haben und wir alle Prüfungen des Lebens bestanden haben.

Das Leben und darin inbegriffen das Schicksal testen uns, aber wenn wir das ganze mit unserem Herzen betrachten, wir uns die Einzelheiten, die Bandbreite und die Tragweite dieser Tests mal objektiv und ruhig ansehen, dann werden wir feststellen, dass all diese Tests nüchtern betrachtet viel einfacher waren, als wir sie real mit negativem Gedankengut durchlebt haben.

Wir werden erkennen, dass das Leben uns während der ganzen Zeit alle Antworten immer wieder versucht hat zu geben, aber wir waren immer so beschäftigt mit belanglosen, oberflächliche Dingen, wie zum Beispiel, was wir heute anziehen und wir waren  viel zu sehr damit beschäftigt die Antworten, wenn überhaupt dann an den falschen Orten – zum Beispiel bei falschen Freunden – zu suchen. Wir waren viel zu sehr damit beschäftigt das Leben oder bestimmte Menschen zu hassen, über alles und jedes zu jammern und uns immer unfair behandelt zu finden.

Wenn man mal wirklich ganz ehrlich zu sich selbst ist, hat das Leben und das Schicksal doch auch immer die falschen Menschen aus unserem Leben entfernt, die bösen Dinge von uns und unserem Umfeld ferngehalten.

Heute erkennen wir mit dem nötigen Abstand, dass alles wie es bisher in unserem Leben geschehen ist, eigentlich das richtige war, dass wahrscheinlich alles so laufen musste, wie es gelaufen ist.

Das Schicksal und so, wie es mit uns umgeht, ist uns vielleicht ein Rätsel, aber letztendlich sollte unter dem Strich doch immer etwas Gutes dabei herauskommen.

Ich habe den Glauben an das Gute trotz allem Erlebten nicht verloren … toi, toi, toi

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne eine positive, friedliche Zukunft

Werner  

Internationaler Tag der Wohltätigkeit 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 am heutigen Mittwoch, dem 5. September, ist:

Internationaler Tag der Wohltätigkeit 2018

Im Jahr 1997 haben die Vereinten Nationen (UN) diesen Tag aus Anlass des Todestages der Ordensschwester und Missionarin Mutter Teresa ausgerufen.

Ziel ist es,

die Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich und/oder wohltätig einzusetzen um anderen Menschen zu helfen 

Einem alten Sprichwort zufolge ist reich, wer viel hat; noch reicher, wer wenig braucht und der reichste ist derjenige, der viel gibt!

Wenn dieses Sprichwort der Realität entsprechen würde, dann müssten also die ärmsten Länder dieser Erde mit Reichtum nur so gesegnet sein!, aber das ist natürlich nicht der Fall.

Was mir persönlich jedoch mehr als interessant ist, ist die Tatsache, dass in den ärmsten Ländern regelmäßig gespendet wird!

Demzufolge hat dann Wohltätigkeit rein gar nichts mit Wohlstand zu tun, sondern ist wohl mehr eine Sache der äußeren Umstände und der inneren Einstellung, der Bereitschaft jedes Einzelnen?

Spielen etwa der religiöse Hintergrund – im Buddhismus herrscht zum Beispiel die Auffassung vor, dass die eigene Arbeit anderen helfen soll – eines Menschen oder die individuelle Einstellung zum Leben als solches eine entscheidende Rolle im Spendenverhalten der Menschen?

Eines der wesentlichen Hemmnisse für das Spendenverhalten in unserem Land ist das Vorurteil, dass Spendengelder sowieso generell nicht ankommen oder der Verwaltungsapparat einen großen Teil „auffrisst“. O.k. zugegeben, wenn Spendengelder tatsächlich ankommen, dann erreichen sie viel seltener Umwelt-, Natur- und Tierschutzvereine oder die Kultur- und Denkmalpflege, sondern vor allem die humanitären Hilfsorganisationen.

Im Jahr 2013 beispielsweise flossen 79 Prozent der deutschen Spendengelder an besagte humanitäre Hilfsorganisationen. Allgemein zeigen sich die Menschen aber vor allem dann großzügig, wenn es um Krankheiten geht, welche in den Medien, wie auch in den sozialen Netzwerken sehr breit und intensiv thematisiert werden.

Brustkrebs zählt zu solchen Erkrankungen, deren Bekämpfung und Erforschung über die Medien sehr öffentlichkeitswirksam vermarktet wird. Wenn die Macht der Medien im Zusammenhang mit dem Spendenaufkommen eine derartige Rolle einnimmt, eröffnet sich letztendlich als die zentrale Frage, inwiefern  Initiativen folgenschwerer Erkrankungen, die nie oder selten einen Platz auf der Medienagenda für sich beanspruchen können, überhaupt dazu in der Lage sind größere Spendensummen zu generieren?, also, wieder alles nur ein Politikum!

An chronischen Lungenerkrankungen sterben beispielsweise 3,5 Mal so viele Menschen, wie an Brustkrebs. Und trotz dieser Tatsache wird für derartige Erkrankungen 37 Mal weniger gespendet. Ganz ähnlich sind die Zahlen bei der Stoffwechsel- und Volkskrankheit Diabetes

Nahezu jeder Mensch hat von der altbekannten Weisheit, dass Geld glücklich macht, bereits gehört. Statistiken belegen, dass in Ländern, in denen das Durchschnittseinkommen hoch ist, auch die gefühlte Lebenszufriedenheit entsprechend höher ausfällt als in Ländern, in denen den Menschen weniger finanzielle Mittel zu Verfügung stehen.

Ebenso gilt allerdings auch als bewiesen, dass Geben glücklicher macht als Nehmen. Wie viel man anderen Menschen gönnt, hängt laut der kanadischen Psychologin Elizabeth W. Dunn nicht mit dem Glücksempfinden zusammen, aber das Spenden, das Schenken und auch das Ausüben karitativer Tätigkeiten wirken für viele Menschen wie eine Art Glücks-Booster.

Wer also einmal gibt, schenkt doppelt Freude.

Ich bitte einfach mal jeden Mensch in sich selbst zu gehen und nachzudenken. In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne eine friedliche Zukunft in einer funktionierenden Demokratie

Werner