Liebe Leserinnen und Leser,

am heutigem Mittwoch, dem 3. Oktober, ist:

Tag der Deutschen Einheit 2018

Nunmehr seit mittlerweile 28 Jahren ist der 3. Oktober ein gesetzlicher Feiertag. Als deutscher Nationalfeiertag, übrigens der einzige Feiertag nach Bundesrecht, erinnert dieses Datum seit dem Jahr 1990 an das „Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland“.

Um das Datum zu verstehen, braucht es einen Blick in die deutsche Geschichte:

Am 3. Oktober 1990 um null Uhr ist es geschehen. Vier Tage vor ihrem 41. Gründungstag, hörte die DDR als souveräner Staat auf zu existieren und trat der Bundesrepublik Deutschland bei.

In Berlin feierten Hunderttausende dieWiedervereinigung. Vor dem Reichstagsgebäude wurde eine 60 Quadratmeter große Flagge in Schwarz, Rotund Goldgehisst.

„In freier Selbstbestimmung wollen wir die Einheit Deutschlands vollenden“,

gelobte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Damit ging der Kalte Krieg zu Ende und der 3. Oktober wurde zum Nationalfeiertag. Er löste damit den 17. Juni ab, der in den alten Bundesländern bis dahin zum Gedenken an den blutig niedergeschlagenen Arbeiteraufstand in der DDR am 17. Juni 1953 als Tag der deutschen Einheit begangen wurde.

Genau genommen war es ein Zufall, dass der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheitein Nationalfeiertag wurde, denn im Vorfeld deutete lange Zeit rein gar nichts nichts darauf hin, dass die DDR so früh der Bundesrepublik beitreten würde.

Der 2. Dezember galt als frühestmöglicher Termin. An diesem Tag sollten im Westen Bundestagswahlen stattfinden. Es bot sich an, daraus erste gesamtdeutsche Wahlen zu machen. Doch es kam ganz anders.

Parallelität der Dinge, denn in letztem Jahr gingen ja die Bundestagswahlen dem 3. Oktober voran und ich hatte mit großem Interesse verfolgt, welches Gedankengut achtundzwanzig (28!) Jahre nach der Wiedervereinigung noch hüben und drüben in den Köpfen der Menschen herumschwirrt.

Besonders fasziniert, nein, um ehrlich zu sein erschrocken, hat mich die „Naivität“ in Form der Rechtfertigung für das Wählerverhalten etlicher Bürger in den neuen Bundesländern, die ja bekanntermaßen vierzig Jahre nur eine Partei zur Wahl hatten und nun stelle man sich vor, dass in vielen ländlichen Gebieten nur eine Partei Werbung gemacht und dann haben diese Bürger natürlich nun auch DIESE eine Partei gewählt und sind sich offenbar überhaupt nicht über die Konsequenzen, welche daraus erwachsen können, bewusst gewesen.

Nun ein Jahr später haben wir die erschreckenden Quittungen, um nur ein paar zu nennen:

PEGIDA in Dresden, Krawalle in Leipzig und brandaktuell Revolution Chemnitz

Hätte es vielleicht etwas gebracht einen Teil des Solidaritätszuschlagesfür Wahl-Werbeplakate zu verwenden? 

Das Motto 2018 lautet:

NUR MIT EUCH

Berlin feiert drei Tage langna dann: viel Spaß!

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen schönen, friedlichen und erholsamen Tag mit vielen schönen Momenten

Werner