Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 6. November ist:

Internationaler Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt

in Kriegen und bewaffneten Konflikten 2019

Krieg und Zerstörung der Umwelt hängen schon immer eng zusammen, denn das eine ist die Folge des anderen!

Schon in der Antike versuchte man dem Feind durch die Vergiftung lokaler Trinkwasservorkommen die Lebensgrundlage zu entziehen.

 

Seit dem 20. Jahrhundert hat die Umweltzerstörung durch bewaffnete Konflikte und das in leider immer kürzeren Abständen schon beinahe wahnsinnige, wie auch für uns mehr als unvorstellbar riesige Dimensionen erreicht!

Alleine der rücksichtslose Einsatz chemischer Waffen fügte im Ersten Weltkrieg sowohl den Menschen, wie auch der Natur nachhaltige Schäden zu.

Ob es die Uran-Munition im Irak war, das berüchtigte Agent Orange in Vietnam oder die Taktik der „verbrannten Erde“ in zahllosen Kriegen, nicht nur in Russland!

Immer wieder sind massive, oft nicht wiederherstellbare Umweltschäden die bewusst in Kauf genommenen Folgen von Kriegen und bewaffneten Konflikten

In dem Bewusstsein, dass man endlich entschieden dagegen vorgehen muss, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) aus diesen Gründen im Jahr 2001 erstmals zu diesem Tag aufgerufen. Man will dadurch an die tiefgreifenden ökologischen Probleme erinnern, die bewaffnete Konflikte in den betroffenen Gebieten verursachen.

Weltweit leiden und sterben unzählige Menschen in Kriegen und bewaffneten Konflikten.

Die Zerstörung der Umwelt als Grundlage für jegliches menschliches Leben ist oft ein Mittel der Kriegsführung.

Und auch wenn ein Konflikt dann mal beigelegt ist, bleibt die Lage für die Menschen vor Ort äußerst schwierig. Entscheidend für einen hoffentlich nachhaltigen Frieden ist der Übergang von Nothilfe zum Wiederaufbau. Dabei spielt gerade der Umweltschutz eine große Rolle.

Der Zusammenhang von Umweltschutz und Konflikten zeigt sich auch in vielen anderen Bereichen. Wenn zum Beispiel Ressourcenabbau höher steht als Umweltschutz und Menschenrechte, werden Konflikte angeheizt. Eventuell werden die Dinge sogar hochgekocht.

Die einheimischen Bevölkerung aus ihrer Heimat zugunsten des Abbaus von Rohstoffen zu vertreiben und die Zerstörung der Lebensgrundlagen für kleinbäuerliche Landwirtschaft und Fischerei sind nur einige Beispiele hierfür.

Wenn Menschen keine Perspektiven mehr erkennen können und dann auch Not, Hunger und Armut dazu kommen, entsteht zusätzlicher Nährboden für gewaltsame Konflikte.

Der Schutz der Umwelt trägt dazu bei, Frieden zu sichern und Konflikten vorzubeugen. Naturschutz kann ebenso die wirtschaftliche Situation für die sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer verbessern und damit neue Perspektiven schaffen.

Die Landwirtschaft nachhaltig zu fördern, reduziert die Armut, verbessert die Ernährungssituation, bietet den Menschen eine langfristige, verlässliche Perspektive und ist somit ein wesentlicher Faktor, um den Frieden auf Dauer zu gewährleisten.

Ich wünsche mir von Herzen gerne von den „Großen“ dieser Welt, dass sie sowohl in Friedenszeiten und erst Recht in Kriegszeiten nachhaltig zu denken und zu handeln!

Die lebensnotwendigen natürlichen Ressourcen gilt es zu schützen.

Anstatt wegen Rohstoffen Kriege zu führen, sollten die Rohstoffe genutzt werden, um Frieden zu schaffen und zu wahren!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine friedliche Zukunft

Werner