Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 am heutigen Mittwoch, dem 5. September, ist:

Internationaler Tag der Wohltätigkeit 2018

Im Jahr 1997 haben die Vereinten Nationen (UN) diesen Tag aus Anlass des Todestages der Ordensschwester und Missionarin Mutter Teresa ausgerufen.

Ziel ist es,

die Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich und/oder wohltätig einzusetzen um anderen Menschen zu helfen 

Einem alten Sprichwort zufolge ist reich, wer viel hat; noch reicher, wer wenig braucht und der reichste ist derjenige, der viel gibt!

Wenn dieses Sprichwort der Realität entsprechen würde, dann müssten also die ärmsten Länder dieser Erde mit Reichtum nur so gesegnet sein!, aber das ist natürlich nicht der Fall.

Was mir persönlich jedoch mehr als interessant ist, ist die Tatsache, dass in den ärmsten Ländern regelmäßig gespendet wird!

Demzufolge hat dann Wohltätigkeit rein gar nichts mit Wohlstand zu tun, sondern ist wohl mehr eine Sache der äußeren Umstände und der inneren Einstellung, der Bereitschaft jedes Einzelnen?

Spielen etwa der religiöse Hintergrund – im Buddhismus herrscht zum Beispiel die Auffassung vor, dass die eigene Arbeit anderen helfen soll – eines Menschen oder die individuelle Einstellung zum Leben als solches eine entscheidende Rolle im Spendenverhalten der Menschen?

Eines der wesentlichen Hemmnisse für das Spendenverhalten in unserem Land ist das Vorurteil, dass Spendengelder sowieso generell nicht ankommen oder der Verwaltungsapparat einen großen Teil „auffrisst“. O.k. zugegeben, wenn Spendengelder tatsächlich ankommen, dann erreichen sie viel seltener Umwelt-, Natur- und Tierschutzvereine oder die Kultur- und Denkmalpflege, sondern vor allem die humanitären Hilfsorganisationen.

Im Jahr 2013 beispielsweise flossen 79 Prozent der deutschen Spendengelder an besagte humanitäre Hilfsorganisationen. Allgemein zeigen sich die Menschen aber vor allem dann großzügig, wenn es um Krankheiten geht, welche in den Medien, wie auch in den sozialen Netzwerken sehr breit und intensiv thematisiert werden.

Brustkrebs zählt zu solchen Erkrankungen, deren Bekämpfung und Erforschung über die Medien sehr öffentlichkeitswirksam vermarktet wird. Wenn die Macht der Medien im Zusammenhang mit dem Spendenaufkommen eine derartige Rolle einnimmt, eröffnet sich letztendlich als die zentrale Frage, inwiefern  Initiativen folgenschwerer Erkrankungen, die nie oder selten einen Platz auf der Medienagenda für sich beanspruchen können, überhaupt dazu in der Lage sind größere Spendensummen zu generieren?, also, wieder alles nur ein Politikum!

An chronischen Lungenerkrankungen sterben beispielsweise 3,5 Mal so viele Menschen, wie an Brustkrebs. Und trotz dieser Tatsache wird für derartige Erkrankungen 37 Mal weniger gespendet. Ganz ähnlich sind die Zahlen bei der Stoffwechsel- und Volkskrankheit Diabetes

Nahezu jeder Mensch hat von der altbekannten Weisheit, dass Geld glücklich macht, bereits gehört. Statistiken belegen, dass in Ländern, in denen das Durchschnittseinkommen hoch ist, auch die gefühlte Lebenszufriedenheit entsprechend höher ausfällt als in Ländern, in denen den Menschen weniger finanzielle Mittel zu Verfügung stehen.

Ebenso gilt allerdings auch als bewiesen, dass Geben glücklicher macht als Nehmen. Wie viel man anderen Menschen gönnt, hängt laut der kanadischen Psychologin Elizabeth W. Dunn nicht mit dem Glücksempfinden zusammen, aber das Spenden, das Schenken und auch das Ausüben karitativer Tätigkeiten wirken für viele Menschen wie eine Art Glücks-Booster.

Wer also einmal gibt, schenkt doppelt Freude.

Ich bitte einfach mal jeden Mensch in sich selbst zu gehen und nachzudenken. In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne eine friedliche Zukunft in einer funktionierenden Demokratie

Werner