Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag, dem 3. Oktober, ist:

Tag der Deutschen Einheit 2019

Nun ist seit mittlerweile 29 Jahren der 3. Oktober ein gesetzlicher Feiertag.
Als deutscher Nationalfeiertag, übrigens der einzige Feiertag nach Bundesrecht, erinnert dieses Datum seit dem Jahr 1990 an das „Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland“.

Um das Datum zu verstehen, braucht es einen Blick in die deutsche Geschichte:

Am 3. Oktober 1990 um null Uhr ist es geschehen.

Vier Tage vor ihrem 41. Gründungstag, hörte die DDR als souveräner Staat auf zu existieren und trat der Bundesrepublik Deutschland bei.

In Berlin feierten Hunderttausende die

Wiedervereinigung.

Vor dem Reichstagsgebäude wurde eine 60 Quadratmeter große Flagge in

Schwarz, Rot und Gold

gehisst,

den Farben des Hambacher Festes 1832, der Wiege der deutschen Demokratie“.

„In freier Selbstbestimmung wollen wir

die Einheit Deutschlands vollenden“,

gelobte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Damit ging der Kalte Krieg zu Ende und der
3. Oktober wurde zum Nationalfeiertag.
Er löste damit den 17. Juni ab, der in den alten Bundesländern bis dahin zum Gedenken an den blutig niedergeschlagenen Arbeiteraufstand in der DDR am 17. Juni 1953 als Tag der deutschen Einheit begangen wurde.

Genau genommen war es ein Zufall, dass der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit in Nationalfeiertag wurde, denn im Vorfeld deutete lange Zeit rein gar nichts darauf hin, dass die DDR so früh der Bundesrepublik beitreten würde.

Der 2. Dezember galt als frühestmöglicher Termin. An diesem Tag sollten im Westen Bundestagswahlen stattfinden. Es bot sich an, daraus erste gesamtdeutsche Wahlen zu machen. Doch es kam ganz anders.

Parallelität der Dinge, denn in letztem Jahr gingen ja die Bundestagswahlen dem 3. Oktober voran und ich hatte mit großem Interesse verfolgt, welches Gedankengut neunundzwanzig (29!) Jahre nach der Wiedervereinigung noch hüben und drüben in den Köpfen der Menschen herumschwirrt.

Besonders erstaunt bin ich in diesem Jahr über den „Unterschied“ der Bewertung des heutigen Tages in den Medien:

während im Fernsehen der Fokus auf dem Thema: Freiheit haben und sie genießen, liegt, sieht man Internet überall nur Werbung für 2-3 rauschende Festtage.

 

Ich finde es recht interessant, jede sich bietende Chance zum ausgiebigen Feiern zu nutzen, während immer noch riesige Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland klaffen.

Überall zeigen sich die erschreckenden Quittungen, um nur ein paar zu nennen:

PEGIDA in Dresden, Krawalle in Leipzig und brandaktuell Revolution Chemnitz, Rechte Szene Dortmund

Das Motto 2019 lautet:

MUT VERBINDET

Als ob Berlin nicht bereits schon so reichlich genug Feste und Feiern im Jahr hat,

feiert es auch 2019 drei Tage lang rund um das Brandenburger Tor herum ein Bürgerfest na dann: viel Spaß!

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen schönen, friedlichen und

erholsamen Tag mit vielen schönen Momenten

Werner